Reisen und Verhütung

Empfängnisverhütung ist eine sehr individuelle Angelegenheit. Suchen Sie die beste Lösung für sich schon vor Ihrer Reise.

Dann brauchen Sie nur noch eine ausreichende Menge von den Verhütungsmitteln einzupacken. Bei Antibabypillen ist der regelmässige Einnahmerhythmus wichtig, nie mehr als maximal 36 Stunden dazwischen verfliessen lassen, auch wenn sich durch Zeitverschiebungen Ihr Tages- und Nachtrhythmus ändert!

Bei Zeitverschiebungen ist auf eine korrekte Einnahme der Pille zu achten.
Bei Zeitverschiebungen ist auf eine korrekte Einnahme der Pille zu achten.
Kondome gehören ins Gepäck. Sie schützen vor einer HIV-Übertragung und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten.
Kondome gehören ins Gepäck. Sie schützen vor einer HIV-Übertragung und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten.

Sexuell übertragene Krankheiten

Auf einer Reise, die Sie mit Gelegenheitsbekanntschaften oder Prostituierten in Kontakt bringt, setzen Sie sich dem Risiko übertragbarer Krankheiten aus, auch einer HIV-Infektion.

Kondome mit "CE"- oder "MD"- sowie mit dem "ok"- Gütesiegel schützen Sie davor, allerdings nur bei richtiger Anwendung. Antibiotika können eine Ansteckung nicht verhindern. Tragen Sie also im Ausgang immer Kondome auf sich!

Gonorrhö (Tripper)

Zwei bis sieben Tage nach dem Sexualkontakt verspüren Sie erste Beschwerden: eitriger Ausfluss aus der Harnröhre beim Mann, vermehrter Ausfluss bei der Frau oder häufig auch keine Beschwerden. Mit Antibiotika ist eine relativ rasche Heilung möglich.

Syphilis (Lues)

Ein schmerzloses kleines Geschwür an den äusseren Geschlechtsteilen weist Sie anfänglich auf Syphilis hin, bei Frauen bleibt dies oft unbeachtet. Später schwellen die Lymphknoten in der Leistengegend an. Die ersten Symptome entdecken Sie meist 15 bis 40 Tage nach der Ansteckung. Auch ohne Behandlung verschwinden sie wieder, dennoch schreitet die Krankheit fort und muss mit Antibiotika behandelt werden.

Aids

Das HI-Virus (HIV) befällt die Zellen Ihres Immunsystems und führt mit der Zeit zum Zerfall Ihrer Abwehrkräfte. Ihr Körper kann sich nicht mehr gegen bestimmte Infektions- oder Krebserkrankungen wehren. Eine HIV-Infektion kann jahrelang ohne äusserliche Anzeichen verlaufen, die eine Ansteckung anzeigen. Wie die meisten sexuell übertragbaren Krankheiten ist auch Aids auf der ganzen Welt verbreitet, bei Risikoverhalten besteht also überall eine Ansteckungsgefahr. Gewisse Länder verlangen bei längeren Aufenthalten den Nachweis für einen HIV-Test.

Übertragung

HIV wird durch Blut, Sperma und Scheidenflüssigkeit übertragen. Das kann beim Geschlechtsverkehr geschehen, beim Austausch von gebrauchten Spritzen, bei Transfusionen mit ungetestetem Blut oder anderen Blutprodukten sowie von der infizierten Mutter auf das ungeborene Kind. In 80% der Fälle ist die sexuelle Übertragung für eine HIV-Infektion verantwortlich.

Absolut ungefährlich sind Hautkontakte wie Küssen und Streicheln, das Benützen öffentlicher Toiletten, Schwimmbäder, öffentliche Verkehrsmittel oder der Besuch von Restaurants. Auch Mücken stellen keine Gefahr für eine HIV-Übertragung dar.

Wie können Sie sich schützen?

Vor einer HIV-Übertragung und anderen sexuelle übertragbaren Krankheiten schützen Sie sich folgendermassen:

  • Verwenden Sie beim Geschlechtsverkehr ausserhalb einer HIV-freien, treuen Partnerbeziehung immer Kondome. Diese schützen auch vor unerwünschter Schwangerschaft. Tragen Sie diese also immer bei sich und achten Sie auf eine korrekte Verwendung. Lassen Sie sich nicht durch gesellschaftliche Umstände oder Genuss von Alkohol dazu verleiten, auf diesen Schutz zu verzichten!
  • Verzichten Sie auf Spritzen- oder Nadeltausch bei intravenösem Drogenkonsum.
  • Verlangen Sie bei ärztlichen oder naturärztlichen Behandlungen immer ungebrauchtes Einwegmaterial - Benutzen Sie keine fremden Rasierapparate oder Zahnbürsten.
  • Verzichten Sie auf Tätowierungen und andere "verletzende" Eingriffe zu Schmuckzwecken.

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