Reisen als Schwangere

Vier bis sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin kann man noch eine Flugreise unternehmen.
Vier bis sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin kann man noch eine Flugreise unternehmen.

Ferienaufenthalte während der Schwangerschaft schaden nicht, wenn Sie gesund sind. Planbare Reisen sollten allerdings nicht in den letzten drei Schwangerschaftsmonaten erfolgen.

Noch vier bis sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin können Sie eine Flugreise unternehmen. In den letzten vier Wochen vor der Geburt benötigen Sie dafür allerdings die Zustimmung der Fluggesellschaft.

Reisen in Gebiete mit hohem Malaria- oder Durchfallrisiko sollten Sie wenn möglich ganz vermeiden. Am besten, Sie besprechen Ihre Reisepläne erst mit dem Arzt. Halten Sie sich trotzdem in einem Malariagebiet auf, ist die Prophylaxe während Ihrer Schwangerschaft doppelt wichtig, denn Malariaanfälle gefährden sowohl Sie wie auch Ihr Kind.

Impfen lassen Sie sich schon vor der Schwangerschaft. Sollte dies nicht möglich sein, wird Ihr Arzt entscheiden, ob das Erkrankungsrisiko oder allfällige Impfkomplikationen mehr Gewicht haben.

Bei einer Geburt im Ausland unter zweifelhaften hygienischen Bedingungen, schaffen Sie sich Schutz vor Infektionen mit einer Starrkrampf-Auffrischungsimpfung spätestens drei Monate vor dem Geburtstermin.


Reisen mit Kleinkindern und Säuglingen

Kinder sollten genügend trinken, um einen Flüssigkeitsverlust vorzubeugen.
Kinder sollten genügend trinken, um einem Flüssigkeitsverlust vorzubeugen.

Kleine Kinder haben oft Probleme mit dem Klima in südlichen Ländern. Sie sind besonders anfällig für schwere Durchfallerkrankungen. Schützen Sie die Kleinen gut vor Flüssigkeitsverlust. Sie reagieren darauf empfindlicher als Erwachsene.

Schwitzen, Durchfall oder Erbrechen kann schneller zu Problemen führen. Als Faustregel gilt: Bei doppelt so vielen Stuhlentleerungen pro Tag als üblich, leidet das Kind an Durchfall. In dem Fall: Für Flüssigkeitsersatz sorgen und die Darmflora wieder aufbauen.

Tropenreisen können Sie mit einem gesunden Säugling ab dem dritten oder vierten Monat wagen, ein Genuss ist es aber oft weder für Sie noch für das Kind. Die Landemanöver beim Fliegen sind nicht nach dem Geschmack des Babys, denn bei Kleinkindern funktioniert der Druckausgleich zwischen Rachen und Mittelohr noch nicht so gut. Geben Sie Ihrem Baby beim Landeanflug in kleinen Mengen zu trinken, den " Nuggi " oder – wenn schon möglich – einen Kaugummi. Damit verhindern Sie, dass es Ohrenschmerzen bekommt.

Bei einem längeren Auslandaufenthalt sind die üblichen Impfungen gemäss Impfplan fällig (Diphterie, Keuchhusten, Starrkrampf, Kinderlähmung, Masern, Mumps, Röteln, Haemophilus influenzae).

Natürlich können Sie fehlende Impfungen auch in allen grösseren Städten im Ausland nachholen.

Bei Kleinkindern ist zudem eine Hepatitis-B-Impfung empfehlenswert. Malariaprophylaxe ist schon ab dem frühsten Säuglingsalter ein Thema. Lassen Sie Ihr Kind in Malariagebieten immer unter einem gut installierten Moskitonetz schlafen, wenn das Zimmer nicht mückensicher ist.

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