Alarm bei 100 Haaren pro Tag

Längst nicht jeder Haarausfall führt zu einer Glatze. Von krankhaftem Haarausfall spricht man erst, wenn mehr als 100 Haare pro Tag ausfallen. Doch dann, was tun? Fragen Sie in Ihrer Rotpunkt Apotheke nach und lassen Sie sich beraten.

Symptome: Die Haare fallen über längere Zeit in grosser Zahl – über 100 pro Tag – aus. Zeichen einer Haarwachstumsstörung kann auch brüchiges, dünnes und stumpfes Haar sein. Haarausfall kann grossflächig auftreten oder einzelne Stellen betreffen und zu Glatzenbildung führen. Haarausfall ist nicht auf die Kopfhaare beschränkt. Aber aufgepasst: dass ein Teil der Haare ausfallen ist normal und gehört zum natürlichen Wachstumszyklus. Haar besteht aus Keratinzellen, die in der Haarzwiebel – das sind Zellen in der Haut – gebildet und von den Wurzeln her langsam aus der Haut herausgeschoben werden, jeden Tag etwa 0.35 Millimeter. Etwa 85 Prozent der rund 100 000 Kopfhaare befinden sich in dieser Wachstumsphase, die zwei bis sechs Jahre dauert. Nach dieser Zeit bildet sich die Haarzwiebel zurück und ruht während etwa drei Monaten. Sobald sie wieder aktiv wird und ein neues Haar produziert, wird das alte Haar abgestossen und fällt aus.

Von krankhaftem Haarausfall spricht man erst, wenn mehr als 100 Haare pro Tag ausfallen.
Von krankhaftem Haarausfall spricht man erst, wenn mehr als 100 Haare pro Tag ausfallen.
Verschiedenste Ursachen, unter anderem auch Stress oder Nährstoffmangel, können zu vermehrtem Haarausfall führen.
Verschiedenste Ursachen, unter anderem auch Stress oder Nährstoffmangel, können zu vermehrtem Haarausfall führen.

Was führt zu Haarausfall?

Erblich-hormonelle Gründe: Die Glatzenbildung bei den Männern beruht in der Regel auf erblich-hormonell bedingtem Haarausfall und ist unangenehm, aber harmlos. Auch bei Frauen können die Hormone für Haarausfall verantwortlich sein, steigt doch nach den Wechseljahren der Testosteron-Spiegel an und es kann zum «typisch männlichen» Haarausfall kommen

Infektionskrankheiten: Es kommt vor, dass die Haare einige Zeit nach einer hochfiebrigen Infektionskrankheit ausfallen. Der Körper ist nämlich Meister im Prioritäten setzen. Haare sind nicht lebensnotwendig. Um unnötigen Energieverbrauch zu vermeiden, wird bei einer fiebrigen Erkrankung das Haarwachstum reduziert. Die schwefelhaltigen Aminosäuren, aus denen das Keratin aufgebaut ist, können voll für die überlebenswichtige Entzündungsbekämpfung eingesetzt werden.

Mauser auch beim Menschen: Durchaus in den Bereich des Normalen gehört ein vermehrter Haarausfall im Frühling und im Herbst. Wie bei den Tieren kann auch beim Menschen ein «Fellwechsel» beobachtet werden.

Schwangerschaft: Bei vielen Frauen wird das Haar in der Schwangerschaft besonders dicht und voll. Grund dafür ist die hohe Konzentration an weiblichen Hormonen im Blut.  Ab der sechsten Woche nach der Geburt dünnt das Haar wieder aus. Dieser Haarausfall kann bis zu einem Jahr andauern. Danach wächst das Haar normalerweise in gewohnter Dichte wieder nach.

Nährstoffmangel: Bei Abmagerungskuren, Stress, in der Schwangerschaft, Stillzeit und bei einseitiger Ernährung braucht der Organismus die vorhandenen Vitamine, Spurenelemente, Aminosäuren und Mineralstoffe für die lebenswichtigen Funktionen. Für Nägel und Haare bleibt da unter Umständen nicht mehr viel übrig.

Medikamente: Es kann sein, dass der Gebrauch eines Medikaments zu Haarausfall führen kann.

Wie können Sie Haarausfall vorbeugen?

Eine genügende Nährstoffzufuhr ist für den ganzen Körper, also auch für die Haare wichtig. Mit einer ausgewogenen Ernährung nimmt man in aller Regel alles zu sich, was der Körper und auch die Haare brauchen.

Bei Haarausfall, der seine Gründe in einem Nährstoffmangel hat, helfen schwefelhaltige Aminosäuren, Vitamine der B-Gruppe, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, bestimmte Mineralstoffe und Spurenelemente. Auch kräftigende Haartinkturen können helfen. Ist der Haarausfall auf die Einnahme von Medikamenten zurückzuführen, geht dieser normalerweise nach Absetzen des Medikaments wieder zurück.

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